PostHeaderIcon Stallorder auch bei der Märkischen Oderzeitung?

Gestern wurde endlich einmal öffentlich gemacht, was viele schon immer vermuteten: In Schleswig-Holstein wurden die Redaktionen eines größeren Zeitungsverlages angewiesen, nicht über die Freien Wähler und die Piratenpartei zu berichten. (Pressemitteilung der Piratenpartei)

Und auch hier bei der Märkischen Oderzeitung(MOZ) werden die kleinen Parteien einfach nicht genannt. Gerade in der heutigen Ausgabe wird wieder einmal dem Leser suggeriert, dass bei der Bundestagswahl nur die fünf großen Parteien antreten. Noch nicht einmal mit einem kleinen Halbsatz wird erwähnt, dass auch andere Parteien auf dem Wahlzettel stehen.

Gibt es etwa auch in unserer Region solche Order, nicht über die Piratenpartei zu berichten?

Mit der momentanen Berichterstattung über die anstehende Wahl werden dem Leser gezielt Informationen vorenthalten. Sieht so unabhängiger Journalismus aus, den sich die Pressevertreter gern auf ihre Fahne schreiben?

Das nicht alles, was in der Zeitung steht, wahr ist, sollte man mittlerweile gelernt haben. Wenn aber nur in der Zeitung drin steht, was bestimmte Leute wollen, dann kann sich die Märkische Oderzeitung wieder in “Neuer Tag”* umbenennen, damit ihre Leser gleich wissen, wie es um den Informationsgehalt des Blättchens bestellt ist, was sie da in der Hand halten.

* “Neuer Tag” hieß die Zeitung zu DDR-Zeiten.

4 Kommentare zu „Stallorder auch bei der Märkischen Oderzeitung?“

  • Fargurd sagt:

    Ich denke zwar generell nicht, dass es eine Stallorder auch bei der Märkischen Oderzeitung gibt, kann es mir aber theoretisch vorstellen. Dass in den Medien nur das verbreitet wird, was der Bürger konsumieren soll, ist hinlänglich bekannt. Die Macht soll da bleiben, wo sie seit Jahren ist und basta. Das haben alle verstanden und weil zur Zeit u.a. die Piraten und andere Bürgerrechtsbewegungen aufstreben, muss natürlich eine unabhängige Berichterstattung aufhören und dem Bürger muss eingeprügelt werden, was er wählen/denken/machen soll.

    Herzlichen Glückwunsch, die unabhängigen Medien haben endlich die Modeblätter in Sachen Objektivität eingeholt.

  • toby sagt:

    Es ist ein Unding das man von den Piraten nur bei einen Tv Werbespot und im Internet hört. (sowie den anderen partein) Genauso das den Partein unterschiedlich viel Geld für die Wahl zur vervügung steht. LASST EUCH NICHT SAGEN WEN IHR WÄHLT UND WELCHER MEINUNG IHR SEID!!!!!!!!!!!!!!!! Ihr Schaut doch auch was in Eurem Essen steckt warum nicht in der Politik… danke Toby

  • Lars sagt:

    Es ist wirklich erstaunlich. Sogar über die sogenannte Pauli-Partei hat die MOZ berichtet. Obwohl sie von Bedeutung und Mitgliederzahl deutlich hinter den Piraten zurückbleibt. Von lächerlichen plakativ-sinnarmen Forderungen, wie der Direktwahl des Bundeskanzlers oder der “Ehe auf Probe” ganz zu schweigen.
    Es ist traurig, dass sich die MOZ nicht mit der einzigen echten Alternative für dieses Land auseinandersetzt. Ein alterndes Weibsstück mit grenzenloser Selbstüberschätzung, das sich mal für ein Magazin ausgezogen hat, ist wohl wichtiger. Nicht nur unabhängiger Journalismus sondern Journalismus überhaupt, sieht anders aus.

    Weiter so, Jens!

    Lars

  • Moin! Moin!
    Melde mich hier als Pressesprecher der von der “Stallorder” betroffenen Piraten in Schleswig-Holstein.

    Habt Ihr denn schon einmal (am besten per Mail) bei der Zeitung offiziell nachgefragt, ob es dort eine solche Stallorder auch gibt oder wie es sich sonst erklärt, dass die Piraten nicht “stattfinden”?

    Ein dezenter Hinweis auf das, was wir gemacht haben, dürfte in der Anfrage natürlich nicht fehlen.

    Mit piratigen Grüssen und dem Angebot Euch ggf. dabei zu helfen
    Wolfgang Dudda

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