Gestern wurde endlich einmal öffentlich gemacht, was viele schon immer vermuteten: In Schleswig-Holstein wurden die Redaktionen eines größeren Zeitungsverlages angewiesen, nicht über die Freien Wähler und die Piratenpartei zu berichten. (Pressemitteilung der Piratenpartei)
Und auch hier bei der Märkischen Oderzeitung(MOZ) werden die kleinen Parteien einfach nicht genannt. Gerade in der heutigen Ausgabe wird wieder einmal dem Leser suggeriert, dass bei der Bundestagswahl nur die fünf großen Parteien antreten. Noch nicht einmal mit einem kleinen Halbsatz wird erwähnt, dass auch andere Parteien auf dem Wahlzettel stehen.
Gibt es etwa auch in unserer Region solche Order, nicht über die Piratenpartei zu berichten?
Mit der momentanen Berichterstattung über die anstehende Wahl werden dem Leser gezielt Informationen vorenthalten. Sieht so unabhängiger Journalismus aus, den sich die Pressevertreter gern auf ihre Fahne schreiben?
Das nicht alles, was in der Zeitung steht, wahr ist, sollte man mittlerweile gelernt haben. Wenn aber nur in der Zeitung drin steht, was bestimmte Leute wollen, dann kann sich die Märkische Oderzeitung wieder in “Neuer Tag”* umbenennen, damit ihre Leser gleich wissen, wie es um den Informationsgehalt des Blättchens bestellt ist, was sie da in der Hand halten.
* “Neuer Tag” hieß die Zeitung zu DDR-Zeiten.




UPDATE 9:15 Uhr:







